Tipps - Bernd's Heimat

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Tipps und technische Hilfsmittel

Was tun…

…wenn man Kirchenbücher oder andere Dokumente als Film bekommt und sie digitalisieren möchte.
Roll- oder Kleinbildfilm kann man scannen oder abfotografieren.
Mit entsprechender Hintergrundbeleuchtung und einer Digitalkamera, die manuelle Belichtungseinstellung und Veränderung des ISO-Wertes erlaubt, ist das Abfotografieren kein Problem. Das ist bei allen digitalen Spiegelreflexkameras der Fall. Für alle anderen Kameras kann keine allgemeingültige Aussage getroffen werden. Da kommt es auf den Versuch an.
Wesentlich problematischer sind Mikrofiches (MF). Diese extrem verkleinerten Fotos werden eigentlich auf speziellen Geräten mit extremer Vergrößerung gelesen. Von dem Bildschirm kann man sie zwar abfotografieren, aber es sind ortsfeste Geräte und häufig ist in den Archiven das Fotografieren nicht erlaubt oder es ist reine Improvisation, weil Stativ und Einstellmöglichkeiten fehlen. Hat man die Möglichkeit MF zum Beispiel als Kopie mit nach Hause zu nehmen gehen die Probleme weiter. Das Abfotografieren ist zwar möglich, aber nur mit High-End-Digitalkameras, die eine Auflösung jenseits der 15 Megapixel haben müssen. Dabei versagt jegliche Automatik für das Scharfstellen und Belichten. Die Beleuchtung muss perfekt sein und eine Nachbearbeitung der Fotos ist wohl immer nötig. Hat man sich eine Anordnung geschaffen und einige Belichtungsreihen probiert, sollten sich entsprechende Erfolge einstellen.

Aber die Technik bietet weitere Möglichkeiten. Zum Einsatz kommt dabei ein sogenanntes USB-Mikroskop. Das ist eigentlich nichts anderes, als eine einfache Digitalkamera (Webcam) mit extremer Vergrößerung. Verwendet man ein etwas besseres Gerät, dann ist dort die Beleuchtung in Form eines LED Kranzes eingebaut. Im Fall der MF ist es aber nicht notwendig, wenn wie schon in den Versuchen zuvor, diffuses Durchlicht verwendet wird. Die Vergrößerung des USB-Mikroskops sollte aber 80 … 100fach, eventuell auch bis 150fach sein. Pro MF sind dann aber mehrere Aufnahmen nötig, die anschließend mit der Bildbearbeitung zusammengeführt werden müssen. Schlussendlich wird auch noch eine Bearbeitung des finalen Bildes nötig sein. Sicherlich wird man auf diese Art und Weise keine ganzen Kirchenarchive verarbeiten können, aber ausgewählte Dokumente können mit vertretbarem Aufwand und guter Qualität digitalisiert werden. Außerdem kann man diese Geräte mit Laptop in vielen Archiven einsetzen. Mehr Technik wird dazu nicht benötigt.


In dem Versuch kam als USB-Mikroskop ein dnt-Digimicro 2.0 zum Einsatz. Pro MF wurden vier Aufnahmen benötigt, die anschließend zusammengesetzt werden mussten. Aber das Ergebnis kann überzeugen!
Geschätzter Zeitaufwand bei entsprechender Optimierung und Routine: 20 … 25 MF pro Stunde
(kein signifikanter Wert, da er von unzähligen Faktoren abhängig ist).

An dieser Stelle muss ich aber sagen, dass ich zeitlich nicht in der Lage bin, MF in Größenordnungen zu digitalisieren. Technische Beratung ist aber jederzeit möglich.

Bernd Thiel

© Bernd Thiel 2005-2017
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